Die Orestie

»Wojtek Klemm ist nicht gerade unverblümt in seiner Aussage, und er gelangt zu dieser mit einer Inszenierung, die erst einmal mit Energie und Rasanz verblüfft. Alle sind hier Chor, und aus der Masse treten heraus alle Protagonisten der antiken Mordgeschichte. (…) Sie rasen durch die Geschichte, die man letztlich ja kennt; die Chorpassagen sind allesamt großartig, sie bersten schier vor Spielwitz.« Süddeutsche Zeitung

»Dass eine auf Effizienz getrimmte Konfliktmoderation den Kontinent Europa behäbig gemacht, seine Frontlinien verdeckt, nicht aber verwischt hat, gehört zu den starken Gedanken dieses Abends.« Theater heute

»Ein Räderwerk von Opfern und Tätern. Das besitzt Dichte, Intensität, ein hohes Rhythmus-Gefühl bei rascher Beschleunigung – und enorme Suggestion. Text (nach Walter Jens), physischer Einsatz und die oft zynische musikalische Unterlegung (vollkommen konsonantes Schlaflied zum Opfertod Iphigenies, „Freude schöner Götterfunken“ zum finalen winkeladvokatischen Gerichtsfreispruch) machen aus dem vor allen von Wojtek Klemm (Inszenierung) und Efrat Stempler (Körperarbeit) verantworteten Abend ein beziehungsreiches Gesamtkunstwerk.« Augsburger Allgemeine

»Die wuchtige Bühnenpräsenz entsteht durch die Ensembleleistung, durch die Kraft der durchchoreografierten Spannung. Denn der Regisseur lässt sich bei seinen Inszenierungen von seiner Frau unterstützen, der Bewegungsspezialistin Efrat Stempler. Das erspart dröge Monologe und macht die Aktion zu einem lustvollen, körperbetonten Spektakel (…)« DAZ

»Regisseur Wojtek Klemm schuf keine blutrünstige Inszenierung. Er versuchte weitgehend erfolgreich, die antike Tragödie mit modernen Mitteln darzustellen. (…) Wie jeder Richter im abschließenden Prozess sein eigenes Urteil spricht, sind die Besucher*innen ermuntert, sich ihre je individuelle Meinung zu Stück und Inszenierung zu bilden. Starker Applaus zum Schluss.« a3kultur

Fotos: Jan Pieter Fuhr

Regie:
Wojtek Klemm
Dramaturgie:
Lutz Kessler
Bühne & Kostüme:
Katrin Kersten
Choregoraphie:
Efrat Stempler
Musik:
Albrecht Ziepert

Schauspieler:
Anatol Käbisch, Linda Elsner, Gerald Fiedler, Karoline Stegemann, Katharina Rehn, Marlene Hoffmann, Natalie Hünig, Patrick Rupar, Sebastian Baumgart, Thomas Prazak

Premiere:
29. Sept.. 2018
Staatstheater Augsburg

www.staatstheater-augsburg.de