Kopenhagen

 

Im Mittelpunkt von Michael Frayns 1998 uraufgeführten Stücks stehen zwei berühmte Wissenschaftler, deren Namen untrennbar mit Göttingen verbunden sind: Werner Heisenberg und Niels Bohr. Hier in Göttingen sind sich die beiden 1922 das erste Mal begegnet, haben auf dem Hainberg die ersten ihrer legendären Wanderungen unternommen, legten sie den Keim für eine langjährige, intensive und vor allem produktive Freundschaft. Diese endete jedoch schlagartig unter bis heute nie geklärten Umständen, nachdem Heisenberg im Herbst 1941 seinen alten Freund und Ziehvater Bohr im besetzen Kopenhagen besuchte. Was war passiert? Warum war Heisenberg nach Kopenhagen gekommen? Wollte er Bohr für das deutsche Atombombenprogramm gewinnen? Wollte er etwas über das Atomprogramm der Alliierten in Erfahrung bringen? Oder wollte er einfach nur einen alten Freund besuchen? In seinem genau recherchierten Stück lässt Michael Frayn die drei Protagonisten dieses Treffens, Heisenberg, Bohr und dessen Frau Margrethe noch einmal zusammentreffen. Lange nach ihrem Tod hat sie der Autor dazu verurteilt, die »wahren« Umstände dieser Begegnung aus ihrem Gedächtnis heraus zu rekonstruieren. Doch je näher sie einer möglichen Antwort kommen, desto unbestimmter erscheint diese. In immer neuen Anläufen tragen die drei die Schichten ihrer Vergangenheit ab und geraten dabei immer tiefer hinein in einen packenden Kreislauf aus schmerzhaften Erinnerungen, nicht verheilter Wunden und unerwarteter
Wendungen.

Frayns preisgekröntes Theaterstück rund um die Frage nach der moralischen Verantwortung des Wissenschaftlers ist zugleich das faszinierende Psychogramm einer tief verletzten Freundschaft zweier Männer, deren wissenschaftliche Erkenntnisse das physikalische Weltbild des vergangenen Jahrhunderts grundlegend revolutionierte. Von welch beklemmender Aktualität Frayns Stück ist, zeigte nicht zuletzt die Reaktorkatastrophe von Fukushima.

08.07.2011 / Göttingen / Deutsches Theater / Probe " Kopenhagen " / Inszenierung: Mark Zurmühle / Dramaturgie: Lutz Keßler / Künstlerische Mitarbeit: Tadashi Endo / Musik: Rafal Stachowiak / Albrecht Ziepert / Ausstattung: Vera Koch / DT / Besetzung: Florian Eppinger, Andrea Strube, Meinolf Steiner / Foto: Thomas Müller +++ Veröffentlichung ist honorarpflichtig und nur unter Nennung des Autors! Honorar zzgl. 7% Mwst. an: Thomas Müller freier Bildjournalist Dichterweg 13 99425 Weimar Tel: +49 (0) 173 38 03 329 email: info@taikrixel.net KontoNr.: 13 85 01 67 16 BLZ: 820 510 00 SteuerNr. 162 / 251 / 13622

08.07.2011 / Göttingen / Deutsches Theater / Probe " Kopenhagen " / Inszenierung: Mark Zurmühle / Dramaturgie: Lutz Keßler / Künstlerische Mitarbeit: Tadashi Endo / Musik: Rafal Stachowiak / Albrecht Ziepert / Ausstattung: Vera Koch / DT / Besetzung: Florian Eppinger, Andrea Strube, Meinolf Steiner / Foto: Thomas Müller +++ Veröffentlichung ist honorarpflichtig und nur unter Nennung des Autors! Honorar zzgl. 7% Mwst. an: Thomas Müller freier Bildjournalist Dichterweg 13 99425 Weimar Tel: +49 (0) 173 38 03 329 email: info@taikrixel.net KontoNr.: 13 85 01 67 16 BLZ: 820 510 00 SteuerNr. 162 / 251 / 13622

08.07.2011 / Göttingen / Deutsches Theater / Probe " Kopenhagen " / Inszenierung: Mark Zurmühle / Dramaturgie: Lutz Keßler / Künstlerische Mitarbeit: Tadashi Endo / Musik: Rafal Stachowiak / Albrecht Ziepert / Ausstattung: Vera Koch / DT / Besetzung: Florian Eppinger, Andrea Strube, Meinolf Steiner / Foto: Thomas Müller +++ Veröffentlichung ist honorarpflichtig und nur unter Nennung des Autors! Honorar zzgl. 7% Mwst. an: Thomas Müller freier Bildjournalist Dichterweg 13 99425 Weimar Tel: +49 (0) 173 38 03 329 email: info@taikrixel.net KontoNr.: 13 85 01 67 16 BLZ: 820 510 00 SteuerNr. 162 / 251 / 13622

Photos by Thomas Müller

Director:
Mark Zurmühle, Sven Miller
Dramaturg:
Lutz Keßler
Choreographer:
Tadashi Endo
Stage & costume design:
Vera Koch
Composition & sound design:
Albrecht Ziepert,
Rafal Stachowiak

Premiere:
1st of October 2011
Deutsches Theater in Göttingen

West Side Story

 

54 Jahre nach der Uraufführung der WEST SIDE STORY am Broadway ist die Geschichte von Maria und Tony beinahe so berühmt wie Shakespeares ROMEO UND JULIA, jenem Theaterstück, auf dem das Musical thematisch basiert. 1949 trat der Choreograph Jerome Robbins zum ersten Mal mit der Idee einer modernen Version des Shakespeare-Klassikers an Leonard Bernstein heran: die tragischeLiebesgeschichte, erzählt vor dem Hintergrund zweier New Yorker Familien unterschiedlicher Religion. Doch in den 1950er Jahren rückte ein ganz anderes Thema in den Blickpunkt der New Yorker Bevölkerung, dessen Aktualität für das Romeo-Julia-Vorhaben viel besser geeignet zu sein schien: die Auseinandersetzungen rivalisierender Jugendgangs aus verschiedenen Einwanderergruppen.

Diese Idee gibt inhaltlich und musikalisch den entscheidenden Ausschlag und so erreichen die amerikanischen Einwanderungskonflikte durch die WEST SIDE STORY [1], mit der darin verhandelten Feindschaft zwischen den Jets, selbsternannten »Amerikanern«, und den Sharks, Immigranten aus Puerto Rico [2], die Theaterbühne. Die rebellische und junge Atmosphäre dieser Story durchzieht das ganze Stück und so setzte die Uraufführung 1957 [3] musikalisch, choreographisch und textlich Maßstäbe in der Zusammenführung von klassischen und modernen Elementen und spiegelt beispielhaft eine Gesellschaft wieder, die geprägt ist von vielfältigen kulturellen Strömungen.

Zu Beginn des 21. Jahrhunderts ist die städtische Situation des Fünfziger-Jahre-New Yorks eine globale geworden. Weltweit leben wir in Gesellschaften, deren Selbstverständnis durch das wechselnde Nebeneinander unterschiedlicher Werte und Kulturen immer wieder neu definiert werden muss. Auf die Hoffnungen und Enttäuschungen solcher Gemeinschaften, auf die Utopie, die durchaus in ihnen liegen kann, will die DT-Inszenierung der WEST SIDE STORY ihren Fokus legen.

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Photos by Isabel Winarsch

Director:
Mark Zurmühle
Musical director & arranger:
Albrecht Ziepert
Choreographer:
Ayman Harper
Stage designer:
Eleonore Bircher
Costume designer:
Ilka Kops
Dramaturg:
Winnie Karnofka
Choir director:
Annette Jahr

Orchestra:
Andreas Pompe, Anton Säckl, Daniel Zeinoun, Detlef Landeck, Evan Williams, Fabian Haller, Frank Scheller, Hannes Daerr, Henning Vater, Holger Philippsen, Iris Kazil-Borowski, Johannes Böhmer, Konstantions Argyropoulos, Lucile Chaubard, Malte Schiller, Martin Gerwig, Nils Alf, Olaf Pyras, Paulo Cedraz, Rolf Denecke, Roman Gmür, Sebastian Albert, Sebastian Klose, Stefan Rocke, Steffen Ramswig, Susanne Jablonski, Thomas Müller, Thomas Zander, Thorsten Drücker, Uwe Meile, Viktor Wolf, Vincent Hammel, Wieland Götze, Zoltán Kovács

Premiere:
24th of September 2011
Deutsches Theater in Göttingen