The Rocky Horror Show

 

1973 feierte THE ROCKY HORROR SHOW als bizarre Hommage an die Science Fiction- und Horrorfilme der späten 40er bis 70er Jahre im Kleinen Saal des Royal Court Theatres in London Premiere. 1975 verfilmte Jim Sharman den Stoff und schuf eine bis heute legendäre Verfilmung.

Der exzentrische Wissenschaftler Dr. Frank’N’Furter arbeitet in einem morbiden Schloss besessen daran, sich den perfekten künstlichen Menschen als Lustobjekt zu schaffen. Umgeben von seiner außerirdischen Dienerschaft vom Planeten Transsexual plant er in einer verregneten Nacht seine neue Kreation – Rocky – endlich zum Leben zu erwecken, als plötzlich das Paar Brad Majors und Janet Weiss an die Pforten des Schlosses klopft und wegen einer Reifenpanne um Hilfe bittet. Doch kaum haben die beiden Ahnungslosen die Schwelle des mysteriösen Anwesens überschritten, werden sie Zeugen kurioser Ereignisse. Immer tiefer geraten sie dabei in einen Strudel aus Lust und Horror, der ihr konservatives Moralgefüge aus den Angeln zu heben droht.

Die Theater- und Opernregisseurin Michaela Dicu, die zuletzt Rossinis IL BARBIERE DI SIVIGLIA am Musiktheater im Revier Gelsenkirchen auf die Bühne brachte, inszeniert den herrlich skurrilen Kosmos des Dr. Frank’N’Furter mit einer guten Portion Humor und phantastischen Bildern. Albrecht Ziepert, der schon bei WEST SIDE STORY, KOPENHAGEN und HAIR für die musikalische Leitung verantwortlich zeichnete, sorgt gemeinsam mit Musikern der Bands Pentatones, Clueso und anderen dafür, dass Songs wie Science Fiction, Time Warp oder Touch- a touch me das Große Haus zum Flirren bringen.

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Photos by Isabel Winarsch

Director:
Michaela Dicu
Musical director & arranger:
Albrecht Ziepert
Choreographer:
Britta Pudelko
Stage designer:
Fabian Gold
Costume designer:
Judith Adam
Dramaturg:
Anna Gerhards
Choir director:
Annette Jahr

Band:
Albrecht Ziepert, Daniel Bätge, Gregor Fuhrmann, Hannes Daerr, Paulo Cedraz, Sebastian Albert, Sebastian Klose, Steffen Ramswig, Tabea Schrenk, Thorsten Drücker, Vincent Hammel

Premiere:
26th of October 2013
Deutsches Theater in Göttingen

 

Faust! Der Tragödie I. und II. Teil

 

In seinem epochalen Lebenswerk, dem FAUST, beschreibt Goethe den entwicklungsgeschichtlichen Weg des Menschen aus der Zeit des Mittelalters über die Aufklärung hin in eine durchrationalisierte und durchökonomisierte Welt. Mit dem Ende des Glaubens an ein Jenseits verliert der Mensch zwangsläufig seine Fähigkeit zur Geduld. Denn die Zeit selbst wird in der Moderne angesichts unserer – verglichen mit der »Ewigkeit« – verschwindend geringen Lebensdauer zu einer äußerst knappen Ressource. Und wenn Faust zu Beginn der »Tragödie erster Teil« vor allem der Geduld flucht und an die Stelle des Sinns die Tat setzt, dann kommt uns dies heute doch nur allzu vertraut vor.

In diesem Sinne lässt sich Goethes Meisterwerk durchaus als dystopischer Zukunftsentwurf interpretieren. In diesem wird der Mensch in seiner Hybris als genialisch überhöhtes Subjekt im Glauben, das Gute zu schaffen, schließlich selbst zum Teufel, vor dessen scheinbar grenzenlosem Potential zum Bösen selbst der Teufel der christlichen Theologie fassungslos auf der Strecke bleiben muss. Da sich die Ideenwelt von Goethes Menschheitstragödie in ihrem vollen Umfang nur in beiden Teilen zeigt, wird das Deutsche Theater in Göttingen eine eigene Spielfassung erstellen, die die Grundlinien dieser Dichtung herausarbeitet. Intendant Mark Zurmühle wird Goethes Meisterwerk als großes sinnliches Stationendrama an einem besonderen Ort inszenieren. Für die musikalische Gestaltung beauftragte er den Komponisten Albrecht Ziepert. Dieser entwickelt für die Inzsenierung einen Soundtrack welcher parallel zur Premiere unter dem Namen „Faust – Music for Theatre“ veröffentlicht wird.

23.09.2013 / Deutsches Theater Göttingen / Fotoprobe / Faust - Teil eins und zwei / Foto: Thomas Müller / freier Fotograf

23.09.2013 / Deutsches Theater Göttingen / Fotoprobe / Faust - Teil eins und zwei / Foto: Thomas Müller / freier Fotograf

23.09.2013 / Deutsches Theater Göttingen / Fotoprobe / Faust - Teil eins und zwei / Foto: Thomas Müller / freier Fotograf

23.09.2013 / Deutsches Theater Göttingen / Fotoprobe / Faust - Teil eins und zwei / Foto: Thomas Müller / freier Fotograf

Photos by Thomas Müller


Director:
Mark Zurmühle
Stage designer:
Eleonore Bircher
Costume designer:
Ilka Kops
Musical director & composer:
Albrecht Ziepert
Musicians:
Rafal Stachowiak, Vincent Hammel, Marie-Kristien Heger
Choreographer:
Efrat Stempler
Dramaturg:
Lutz Keßler

Premiere:
28th of September 2013
Lokhalle Göttingen / Deutsches Theater in Göttingen