The Fairy Queen

Ein Electronik-Barock-Musiktheater von Albrecht Ziepert nach der Semi-Oper von Henry Purcell

In dieser spartenübergreifenden Bearbeitung von Henry Purcells Semi-Oper aus dem Jahre 1692 überschlagen sich – frei nach dem Shakespeare’schen Original – die Ereignisse und Liebschaften. Regisseurin, Choreografin und Bühnenbildnerin Mirella Weingarten stellt mit den Ensembles aus Musiktheater, Schauspiel, Tanz, dem Tiroler Symphonieorchester Innsbruck und einer Akrobatin einen philosophisch-sinnenfrohen Sommernachtstraum auf die Bühne des Landestheaters. In der musikalischen Bearbeitung von Albrecht Ziepert trifft Barockmusik auf moderne elektronische Klänge, Märchenwald auf Realität.

Wer liebt wen oder wie viele? Ist die Liebe ein Traum, ein flüchtiger Wahn, der Tod? Und wie sieht es eigentlich mit dem Leben aus? Ist am Ende alles bloß Theater, die Welt ein Reigen von Schatten, das Spiel die einzige Wirklichkeit? Zauberwesen, Masken und Menschen, Götter und Dichterinnen, Feen, Esel und Allegorien jagen einander durch die Wälder der Liebe und feiern ihre bittersüße Magie mit Bild, Tanz und Gesang.


Fotos: Birgit Gufler

Komposition
Albrecht Ziepert

Musikalische Leitung
Philipp von Steinaecker

Regie, Bühne, Choreografie 
Mirella Weingarten

Kostüme
Julia Müer, Verena Polkowski

Dramaturgie
Katharina Duda

Mit: Catherine Jaeger, Anastasia Lerman, Sascha Zarrabi, Daniela Bjelobradić, Andrea De Majo, MingXuan-Vincent Gao, Giorgos Mitas, Jacob Phillips, Annina Wachter, Bernarda Klinar, Oliver Sailer, Johannes Maria Wimmer, Patrick Ljuboja, Sara Nunius, Antonio Tafuni, Melissa Totaro, Giorgia Doria, Stefan Riedl, Elizabeth Shupe, Jeanne Baudrier, Letizia Pignard, Jung-Ching Cheng, Olivia Swintek, Mira Speyer, Sarah Merler, Iliano Tomasetto, Yi Yu, Mingfu Guo, Franklin Jones da Silva Santos

Premiere
10.02.2024
Tiroler Landestheater

Waldesruh

Der Topos vom Wald als Ort deutscher Romantik wurde über die letzten 200 Jahre unterschiedlichsten Umformungen ausgesetzt: Ob als Inbegriff romantischer Weltflucht, Spießigkeit, militaristischer Uniformität, Ökospiritualität oder Seismograph des Klimawandels – der Wald war und ist Projektionsfläche gesellschaftspolitischer Phänomene.

Regisseurin Anna-Sophie Mahler und ihr Team nehmen Recherchegespräche mit Spezialist*innen und Wissenschaftler*innen zum Ausgangspunkt für ihren zweiteiligen Musiktheaterabend, der einerseits zum Lernen und Erfahren einladen möchte, andererseits Perspektivwechsel herbeiführen wird: So werden sich romantische Chorliteratur und Waldlieder mit Zeltlageratmosphäre verbinden, erfährt das Publikum mehr über Pilzstrukturen und die Kommunikation der Bäume und verwandelt sich die kahle Tischlerei in einen imaginären Wald. Der Abend gipfelt in einer konzentrierten Aufführung von Morton Feldmans »Triadic Memories« – ein außergewöhnliches Stück für Klavier solo. 1981 entstanden, handelt es sich um ein Spätwerk von Feldman, das von extremer Reduktion, Klarheit und Offenheit lebt.

Anna-Sophie Mahler ist sowohl in der Oper als auch im Schauspiel zu Hause. Oftmals erarbeitet sie im Team Abende, die von Recherchematerial ausgehen und bekannte Bühnenstoffe mit den Biografien von »echten Menschen« konfrontieren.


Fotos: Thomas Aurin

Regie:
Anna-Sophie Mahler
Dramaturgie:
Lars Gebhardt, Falk Rößler

Bühne & Kostüme:
Sophie Krater
Video:
Georg  Lendorff
Komposition:
Michael Wilhelmi

Sound design:
Albrecht Ziepert

Mit: 
Rebecca Pedersen, Philipp Jekal, Thomas Douglas, Falk Rößler, Michael Wilhelmi, Stefan Wirth, Jugendchor der Deutschen Oper Berlin 

Premiere
2.10.2020
Deutsche Oper Berlin

GRENZLAND

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IDEE

Grenzen haben Konjunktur. Seit sich Europa mit einer steigenden Zahl von Schutzsuchenden konfrontiert sieht, werden die Rufe nach „sicheren Außengrenzen“ wieder lauter. Doch was bedeuten Außengrenzen für die europäische Idee? Und was bedeuten sie für Menschen, die eine Zukunft in Europa suchen?

Grenzland thematisiert die Auseinandersetzung und Konfrontation mit gesellschaftlichen Grenzen im Alltag von neu „Zugezogenen“ in Mecklenburg-Vorpommern und deren Wunsch als gleichwertig akzeptiert zu werden, in Form von urbanen Interventionen und einer audiovisuellen Tanzperformance.

TEAM

Grenzland ist eine kollektive Produktion zwischen der Deutsch-Südkoreanischen Company 12H Dance (Yamila Khodr & Moonsuk Choi), dem Berliner Komponisten Albrecht Ziepert, der griechischen Videokünstlerin Erato Tzavara und der Brölliner Künstlerin Anneli Ketterer (KunstAcker).

VERLAUF

1. Phase: Recherche
Im Rahmen des Residenzprogramms auf Schloss Bröllin entstand im Juni/Juli 2019

Es entstand ein erster Prototyp der Erdhügel-Installation.

Rahmen entwickelten wir eine halbbiographische Erzählung: Jay aus Südkorea, welcher nach Deutschland kam um in Freiheit leben zu können, jedoch schnell erfährt wie er in Kategorien gepackt, physisch eingeschränkt wird und an sprachlichen Barrieren scheitert. Aus Frust darüber steckt er schließlich wortwörtlich den Kopf in den Sand (siehe Video).

2. Phase:

 

 

 

DOWNLOADS:

 

 

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Choreographie/Tanz:
Yamila Khodr, Moonsuk Choi, N.N.
Raum/Bühne:
Anneli Ketterer
Video/Bühne:
Erato Tzavara
Music/:
Albrecht Ziepert

Voraufführung:
1. August 2020
Schloss Bröllin

Premiere:
7. August 2020
Theater Greifswald

Weitere Vorstellungen:
8.8.2020 Greifswald

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Lalka

Die traditionellen Werte sind aufgebraucht, der Positivismus hat sich als Utopie erwiesen, der Modernismus hat seine Werkzeuge noch nicht entwickelt. Unter diesen Umständen versuchen die Menschen, ihre Ziele um jeden Preis zu erreichen. Diese Tätigkeit basiert jedoch nicht auf der Reinheit von Absichten und menschlichen Leidenschaften, sondern ist eher wie ein Streit mit einem Verrückten. Hier regiert weder Geld noch Liebe die Welt. Alle Aktionen scheinen einige Illusionen zu unterstützen. Sogar der Staat ist rein illusorisch. Was ist die Illusion? Warum ist es so wertvoll? Warum begehrt sie jeder so sehr, obwohl dieser Wunsch völlig schwächt? Ist dieses phantasmatische Objekt des Verlangens kein süßes Versprechen, Macht zu haben? Kraft, die über die Welt der Werte und zwischenmenschlichen Beziehungen hinausgeht. Autorität, die ihre Stärke aus Täuschung schöpft? Ist nicht das mythische “Metall leichter als Luft”?


Photos by Michał Ramus

Director:
Wojtek Klemm
Dramaturg:
Tomasz Cymerman
Stage design:
Magdalena Gut
Costume design:
Julia Kornacka
Music:
Albrecht Ziepert

Premiere:
17th of May 2019
Teatr im. J. Słowackiego w Krakowie