Hamlet

»Der Rest ist Schweigen« lauten Hamlets letzte Worte. Dass hinter dieser Stille allerdings so Einiges steckt – Wut, Verzweiflung, große, noch offene Konflikte und unzählige, unsagbare Worte – dürften die Zuschauer_ innen einer jeden hamlet-Inszenierung spüren. Auch die Tanzversion der hamlet-Trilogie konzentriert sich auf die unausgetragenen Auseinandersetzungen und Emotionen, die Worte nur annähernd beschreiben können und offenbart eine besonders intensive Seite des Shakespeare Klassikers: Hamlets Trauer und Rachedurst, Ophelias Wahn und Claudius’ Machtgier berühren durch die dynamischen, berauschenden Bewegungen noch eindringlicher.

Diesen unterschiedlichen Facetten der Figuren widmet sich die Choreografin Yamila Khodr in Zusammenarbeit mit dem Künstler_innenkollektiv 12H Dance, mit dem sie u. a. die multimediale, dokumentarische Performance grenzland verwirklichte. Die in Argentinien geborene Künstlerin arbeitete als Tänzerin und Choreografin bereits am Saarländischen Staatstheater und international in und mit zahlreichen Kompanien. Sie versteht den zeitgenössischen Tanz als eine Kunstform, durch die es möglich ist, sich den zwischenmenschlichen Differenzen und Verschiedenheiten zu stellen, sie zu wertschätzen und nach Verbundenheiten zu suchen. In diesem hamlet-Tanzabend zeigt sie das Unaussprechliche, die Wucht hinter dem Schweigen.

Tanztheater von Yamila Khodr
in Zusammenarbeit mit dem 12H Dance Collective
nach der gleichnamigen Tragödie von William Shakespeare

Choreography:
Yamila Khodr (12H Dance)
Dance:
Antonio Carta, Sami Similä, David Pallant, Camille Jackson, Maria Pasadaki
Stage & costume design:
Anna Siegrot

Composition:

Albrecht Ziepert

Premiere:
18.09.2022
www.tfn-online.de