Regie & Choreographie: Martin Stiefermann
Musik & Sounddesign: Albrecht Ziepert
Ort/Jahr: Saarländisches Staatstheater Saarbrücken, 2017
Sparte: Theatrale Installation

eine installative Science-Fiction-Performance der MS Schrittmacher in Koproduktion mit dem Saarländischen Staatstheater im Rahmen des zweijährigen Rechercheprojekts “Quo vadis, bellum?”, gefördert im Fonds Doppelpass der Kulturstiftung des Bundes
Wie sieht eine Zukunft aus, vor der die Menschen durch die Zeit in unsere Gegenwart fliehen? Wie leben diese Menschen in hundert Jahren? Was sind ihre Werte? Um was streiten sie, wie bekriegen sich und auf welche Weise finden sie zusammen?
In 2121 wird das Publikum im Garellyhaus zum Besucher einer Flüchtlingsunterkunft für unsere Nachkommen aus der Zukunft. Ausgestattet mit den wichtigsten Informationen über die Zeitflüchtlinge bewegen sich die Zuschauer*innen frei in der Unterkunft und machen sich ein Bild von unseren Nachkommen, ihrer Situation, ihren Anliegen, Problemen und ihrer Herkunftszeit.
Fantastisch, trashig, berührend und ernsthaft erzählen Schauspieler*innen und Tänzer*innen mit Sprache und Bewegung von einer anderen Welt, die uns trotzdem angeht. Begehbare Bilder wechseln mit Spielszenen und Videosequenzen und offenbaren im hautnahen Kontakt zum Publikum die intime Geschichte einer möglichen Zukunft. Der hundertjährige Weg dorthin ist dabei genauso Thema wie die aktuellen Konflikte der futuristischen Bewohner und die Bedrohungen in ihrer Welt. Frei in ihren Entscheidungen wählen die Zuschauer*innen selbst, mit welchen Aspekten einer aus den Fugen geratenen Nachwelt sie sich wie intensiv auseinandersetzen wollen. Ein Science Fiction der im Kopf der Zuschauer*innen entsteht und auf diese Weise auch die Frage nach unserem Handeln heute stellt.

Photos and Videos by Andreas J. Etter