Ay! Ay! Carmencita!

Regie: Mark Zurmühle
Choreographie: Catarina Mora
Komposition: Albrecht Ziepert
Ort/Jahr: Lokhalle / Deutsches Theater in Göttingen, 2014
Sparte: Musiktheater

Mit der Uraufführung AY! AY! CARMENCITA!, einem musikalisch-szenischen Gegenentwurf zu George Bizets Oper CARMEN verabschiedet sich Mark Zurmühle als langjähriger Intendant von seinem Göttinger Publikum. 

1847 schrieb der französische Dichter Prosper Merimée die Novelle CARMEN. Ein Vierteljahrhundert später sollte sie dem Libretto zu Georges Bizets weltberühmter Oper als Vorlage dienen. Die »Zigeunerin« und Wahrsagerin Carmen lebt ihren Freiheitsentwurf in radikaler Form. Gesetze sind ihre Sache nicht; die Möglichkeit des Verbrechens begreift sie als Überlebenschance. Als sie wegen eines Mordes ins Gefängnis gesperrt werden soll, gelingt es ihr, sich aus den Fängen des diensthabenden unteroffiziers Don José zu befreien, der ihrer Schönheit und Faszinationskraft wehrlos erliegt und sich hoffnungslos in Carmen verliebt. Schon bald wird ihm diese rasende Leidenschaft zum Verhängnis. Aus Eifersucht wird Don José zum Mörder und so bleibt ihm nur die Flucht in eine ungewisse Zukunft. Nun selbst ein Outlaw, schließt er sich einer Schmugglerbande an, für die auch Carmen als Kundschafterin arbeitet. Als deren Mann Garcia auftaucht, übermannt Don José erneut ein Anfall rasender Eifersucht. Er will mit der Geliebten ein neues Leben in Amerika beginnen. Doch Carmen hat ihren eigenen Kopf….

13.06.2014 / Deutsches Theater Göttingen / Fotoprobe Ay! Ay! Carmenchita / DT / Foto: Thomas Müller / freier Fotograf

13.06.2014 / Deutsches Theater Göttingen / Fotoprobe Ay! Ay! Carmenchita / DT / Foto: Thomas Müller / freier Fotograf

13.06.2014 / Deutsches Theater Göttingen / Fotoprobe Ay! Ay! Carmenchita / DT / Foto: Thomas Müller / freier Fotograf
Photos by Thomas Müller

Anita Berber – RetroPerspektive

Anita Berber, Tanzikone der zwanziger Jahre, kennen die meisten heute nur noch von ihren Skandalen, Rosa von Praunheims Film oder dem morbiden Portrait, das Otto Dix von ihr malte. Dabei war Anita Berber in den goldenen Zwanzigern ein über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannter Star. Wie keine andere hat sie die Sichtweise ihrer Zeit gebrochen und damit ihr Publikum auf die Probe gestellt. Gehasst und geliebt von der Öffentlichkeit setzte die Sacchetto-Schülerin ihre Themen mit technischer Perfektion immer radikaler um.
MS Schrittmacher begaben sich in ANITA BERBER – RETRO/PERSPEKTIVE auf die verlorene Spur der Tänzerin und Choreographin. Anita Berbers Werk jenseits der Skandale steht dabei im Vordergrund des umfangreichen Recherche- und Rekonstruktionsprojektes, dessen Ergebnisse vom 18.06 bis 29.6. im Kunstquartier Bethanien gezeigt wurden.

Choreography:
Martin Stiefermann
Dance:
Cora Frost, Brit Rodemund, Maria Walser
Dramaturgy & text:
Hartmut Schrewe
Choreagraphic assistance:
Efrat Stempler
Stage and costume design:
Anike Sedello
Light design:
Max Wikström
Sound design:
Albrecht Ziepert

Premiere:
18th June 2014
Kunstquartier Bethanien

www.msschrittmacher.de/anita-berber

The Rocky Horror Show

Regie: Michaela Dicu
Musikalische Leitung: Albrecht Ziepert
Ort/Jahr: Deutsches Theater in Göttingen, 2013
Sparte: Musiktheater

1973 feierte THE ROCKY HORROR SHOW als bizarre Hommage an die Science Fiction- und Horrorfilme der späten 40er bis 70er Jahre im Kleinen Saal des Royal Court Theatres in London Premiere. 1975 verfilmte Jim Sharman den Stoff und schuf eine bis heute legendäre Verfilmung.

Der exzentrische Wissenschaftler Dr. Frank’N’Furter arbeitet in einem morbiden Schloss besessen daran, sich den perfekten künstlichen Menschen als Lustobjekt zu schaffen. Umgeben von seiner außerirdischen Dienerschaft vom Planeten Transsexual plant er in einer verregneten Nacht seine neue Kreation – Rocky – endlich zum Leben zu erwecken, als plötzlich das Paar Brad Majors und Janet Weiss an die Pforten des Schlosses klopft und wegen einer Reifenpanne um Hilfe bittet. Doch kaum haben die beiden Ahnungslosen die Schwelle des mysteriösen Anwesens überschritten, werden sie Zeugen kurioser Ereignisse. Immer tiefer geraten sie dabei in einen Strudel aus Lust und Horror, der ihr konservatives Moralgefüge aus den Angeln zu heben droht.

Die Theater- und Opernregisseurin Michaela Dicu, die zuletzt Rossinis IL BARBIERE DI SIVIGLIA am Musiktheater im Revier Gelsenkirchen auf die Bühne brachte, inszeniert den herrlich skurrilen Kosmos des Dr. Frank’N’Furter mit einer guten Portion Humor und phantastischen Bildern. Albrecht Ziepert, der schon bei WEST SIDE STORY, KOPENHAGEN und HAIR für die musikalische Leitung verantwortlich zeichnete, sorgt gemeinsam mit Musikern der Bands Pentatones, Clueso und anderen dafür, dass Songs wie Science Fiction, Time Warp oder Touch- a touch me das Große Haus zum Flirren bringen.

Rocky_Horror_inet_03

Rocky_Horror_242

Rocky_Horror_inet_08

Photos by Isabel Winarsch

Faust! I. und II. Teil

Regie: Mark Zurmühle
Komposition & Livemusik: Albrecht Ziepert
Ort/Jahr: Lokhalle / Deutsches Theater in Göttingen, 2013
Sparte: Schauspiel

In seinem epochalen Lebenswerk, dem FAUST, beschreibt Goethe den entwicklungsgeschichtlichen Weg des Menschen aus der Zeit des Mittelalters über die Aufklärung hin in eine durchrationalisierte und durchökonomisierte Welt. Mit dem Ende des Glaubens an ein Jenseits verliert der Mensch zwangsläufig seine Fähigkeit zur Geduld. Denn die Zeit selbst wird in der Moderne angesichts unserer – verglichen mit der »Ewigkeit« – verschwindend geringen Lebensdauer zu einer äußerst knappen Ressource. Und wenn Faust zu Beginn der »Tragödie erster Teil« vor allem der Geduld flucht und an die Stelle des Sinns die Tat setzt, dann kommt uns dies heute doch nur allzu vertraut vor.

In diesem Sinne lässt sich Goethes Meisterwerk durchaus als dystopischer Zukunftsentwurf interpretieren. In diesem wird der Mensch in seiner Hybris als genialisch überhöhtes Subjekt im Glauben, das Gute zu schaffen, schließlich selbst zum Teufel, vor dessen scheinbar grenzenlosem Potential zum Bösen selbst der Teufel der christlichen Theologie fassungslos auf der Strecke bleiben muss. Da sich die Ideenwelt von Goethes Menschheitstragödie in ihrem vollen Umfang nur in beiden Teilen zeigt, wird das Deutsche Theater in Göttingen eine eigene Spielfassung erstellen, die die Grundlinien dieser Dichtung herausarbeitet. Intendant Mark Zurmühle wird Goethes Meisterwerk als großes sinnliches Stationendrama an einem besonderen Ort inszenieren. Für die musikalische Gestaltung beauftragte er den Komponisten Albrecht Ziepert. Dieser entwickelt für die Inzsenierung einen Soundtrack welcher parallel zur Premiere unter dem Namen „Faust – Music for Theatre“ veröffentlicht wird.

23.09.2013 / Deutsches Theater Göttingen / Fotoprobe / Faust - Teil eins und zwei / Foto: Thomas Müller / freier Fotograf

23.09.2013 / Deutsches Theater Göttingen / Fotoprobe / Faust - Teil eins und zwei / Foto: Thomas Müller / freier Fotograf

23.09.2013 / Deutsches Theater Göttingen / Fotoprobe / Faust - Teil eins und zwei / Foto: Thomas Müller / freier Fotograf

23.09.2013 / Deutsches Theater Göttingen / Fotoprobe / Faust - Teil eins und zwei / Foto: Thomas Müller / freier Fotograf

Photos by Thomas Müller

Faust – Music for Theatre

This album is a compilation of the musical score for the well-known tragedy “Faust” by Johann Wolfgang von Goethe. It was composed by Albrecht Ziepert for the theatre production “Faust! Der Tragödie erster und zweiter Teil” directed by Mark Zurmühle (Deutsches Theater in Göttingen) at Lokhalle Göttingen in 2013. It is the result of intense collaboration between Zurmühle and his cast, Ziepert, and the other musicians he involved. The album also acts as a best-of, which documents the ever changing nature of the production during the making and staging of it while the score was performed live each night. The music is inspired by various contemporary genres – especially electronic music.

In 2015 »Faust – Music for Theatre« has been recomposed for a concert with philharmonic orchestra Jenaer Philharmonie, conducted by Marc Tardue at »Novalisfest« in Jena.

Listen to it on Spotify:
https://open.spotify.com/intl-de/album/0rmwl4l75fGoGO1SrTfzv4

Release date
27th of September 2013,
Lebensfreude Records

Hair

Regie: Mark Zurmühle
Choreographie: Ayman Harper
Musikalische Leitung: Albrecht Ziepert
Ort/Jahr: Deutsches Theater in Göttingen 2012
Sparte: Musiktheater

Amerika auf dem Höhepunkt des Vietnam-Krieges. Eine geschockte Jugend entdeckt ihr rebellisches Potential und weigert sich »mitzumachen« und blind in einen Krieg zu ziehen, den sie für ungerechtfertigt hält. Im Mittelpunkt des 1968 uraufgeführten Musicals HAIR steht eine Gruppe junger New Yorker Hippies, die sich mit viel Witz und Fantasie gegen das Establishment auflehnen.

Der introvertierte Claude und der charismatische Berger, zwei Freunde, begehren mit vielen Gleichgesinnten gegen die Regeln und Beschränkungen der Gesellschaft auf, in der sie leben. Sie meinen, eine neue Lebensform gefunden zu haben, die geprägt ist durch die Liebe zueinander, die Gewaltlosigkeit, den Frieden. Sie hoffen auf ein neues Zeitalter im »Zeichen des Wassermanns«, in dem Werte wie Freiheit und Wahrheit höchste Bedeutung haben.

Doch innerhalb der Gruppe kommt es bald zu Spannungen und Konflikten. Während die einen den »Kampf gegen das System« mit politischen Aktionen führen möchten, geben sich andere damit zufrieden, der Wirklichkeit mit Drogen und Alkohol zu entfliehen. Dabei zeigt sich deutlich, dass auch ihr Leben noch von den Moralvorstellungen und dem Pflichtbewusstsein der vorherigen Generation geprägt ist. Plötzlich allerdings verändert sich die Situation. Claude hat wie viele andere den Einberufungsbefehl erhalten und steht vor einer existentiellen Entscheidung: Soll er pflichtbewusst in einen unsinnigen Krieg ziehen oder sich demonstrativ gegen Staat und Gesellschaft wenden?

Nach dem Erfolg der WEST SIDE STORY in der vergangenen Spielzeit nehmen sich Mark Zurmühle, Choreograph Ayman Harper und der musikalische Leiter Albrecht Ziepert diesmal das Kultmusical HAIR vor, um ihr Publikum mit einer außergewöhnlichen Inszenierung, atemberaubenden Tanzchoreographien und großartigen Songs wie AQUARIUS, HAIR oder LET THE SUNSHINE zu begeistern

Hair_001

Hair_05

Hair_11

Photos by Isabel Winarsch

MDR Sinfonieorchester

Komposition: Albrecht Ziepert
Musikalische Leitung: Torodd Wigum
Ort/Jahr: Centraltheater Leipzig (Sinwald – neues Festival für Musik), 2012
Sparte: Orchester

2012 kam es zu einer Koopertion zwischen Pentatones und dem MDR Sinfonierorchester. Unter der Leitung von Torodd Wigum spielte das Orchester gemeinsam mit Pentatones die von Albrecht Ziepert neu arrangierten Songs im ausverkauften Centraltheater Leipzig.

_DSC8148

_DSC8170

_DSC8191

www.pentatones.de

 

Zauberberg

Regie: Michael von zur Mühlen
Musik: Albrecht Ziepert, Vincent Hammel
Ort/Jahr: Deutsches Theater in Göttingen, 2012
Sparte: Schauspiel

Drei Wochen will der angehende Hamburger Ingenieur Hans Castorp seinen Cousin im Lungensanatorium Berghof nahe Davos besuchen. Doch hoch in den Schweizer Alpen, fernab jedweder Gesetzmäßigkeit und Norm des »Flachlands« ist die Welt aus der Zeit gefallen, hat sich eine Gesellschaft gebildet, die nach ihren eigenen Regeln funktioniert – ein Ort außerhalb aller Orte.

Zunehmend in den Bann gezogen von dieser durch Krankheit höchst vergeistigten und veredelten Kurgesellschaft, die im ständigen Wechsel zwischen Todesnähe und Lebensgier in müßig-sinnlichem Amüsement dahinlebt und stirbt, verlängert sich Castorps Aufenthalt auf dem märchenhaften Zauberberg um sieben Jahre. Vollkommen erliegt er der einspinnenden Kraft der Krankenwelt, verliert sich in diesem bizarren Lebenssurrogat bis ihn der Einbruch des Ersten Weltkriegs in die Schützengräben der Realität zurückholt.

Die eigenwillige Welt der Sanatorien der Jahrhundertwende faszinierte auch den Schriftsteller Thomas Mann als er 1912 seine lungenkranke Frau Katia im Schweizer Kurort Davos besuchte. Er beschloss über das Treiben der Patienten ein Novelle zu schreiben, ein »humoristisches Gegenstück« zur gerade beendeten Erzählung DER TOD IN VENEDIG.

Aus der kleinen Novelle wurde eines der monumentalsten Bücher des Autors und eines der großen Werke der Weltliteratur – ein, so Thomas Mann, »Dokument der europäischen Seelenverfassung und geistigen Problematik im ersten Drittel des zwanzigsten Jahrhunderts«. Ein über 1000-seitiger Roman, der es wagt, die eigene Zeit in epische Zusammenhänge zu fassen, der als Epochenroman und, je nach Blickwinkel, ebenso als Bildungs-, Ideen- und Zeitroman gelesen werden kann.

Als Zeitroman gleich im doppelten Sinn, da das Mysterium Zeit und ihre Aufhebung neben dem Problemkreis Krankheit und Gesundheit, Leben und Tod, anführendes Leitmotiv in diesem richtungsweisenden Roman der Klassischen Moderne ist.

09.01.2012 / Deutsches Theater Göttingen / Fotoprobe " Der Zauberberg " / Regie: Michael von der Mühle / DT / Foto: Thomas Müller / freier Bildjournalist +++ Veröffentlichung ist honorarpflichtig und nur unter Nennung des Autors! Honorar zzgl. 7% Mwst. an: Thomas Müller Dichterweg 13 99425 Weimar Tel: +49 (0) 173 38 03 329 email: info@taikrixel.net KontoNr.: 13 85 01 67 16 BLZ: 820 510 00 SteuerNr. 162 / 251 / 13622

09.01.2012 / Deutsches Theater Göttingen / Fotoprobe " Der Zauberberg " / Regie: Michael von der Mühle / DT / Foto: Thomas Müller / freier Bildjournalist +++ Veröffentlichung ist honorarpflichtig und nur unter Nennung des Autors! Honorar zzgl. 7% Mwst. an: Thomas Müller Dichterweg 13 99425 Weimar Tel: +49 (0) 173 38 03 329 email: info@taikrixel.net KontoNr.: 13 85 01 67 16 BLZ: 820 510 00 SteuerNr. 162 / 251 / 13622

09.01.2012 / Deutsches Theater Göttingen / Fotoprobe " Der Zauberberg " / Regie: Michael von der Mühle / DT / Foto: Thomas Müller / freier Bildjournalist +++ Veröffentlichung ist honorarpflichtig und nur unter Nennung des Autors! Honorar zzgl. 7% Mwst. an: Thomas Müller Dichterweg 13 99425 Weimar Tel: +49 (0) 173 38 03 329 email: info@taikrixel.net KontoNr.: 13 85 01 67 16 BLZ: 820 510 00 SteuerNr. 162 / 251 / 13622
Photos by Thomas Müller

Kopenhagen

Regie: Sven Miller, Mark Zurmühle
Musik & Sounddesign: Albrecht Ziepert, Rafal Stachowiak
Ort/Jahr: Deutsches Theater in Göttingen, 2011
Sparte: Schauspiel

Im Mittelpunkt von Michael Frayns 1998 uraufgeführten Stücks stehen zwei berühmte Wissenschaftler, deren Namen untrennbar mit Göttingen verbunden sind: Werner Heisenberg und Niels Bohr. Hier in Göttingen sind sich die beiden 1922 das erste Mal begegnet, haben auf dem Hainberg die ersten ihrer legendären Wanderungen unternommen, legten sie den Keim für eine langjährige, intensive und vor allem produktive Freundschaft. Diese endete jedoch schlagartig unter bis heute nie geklärten Umständen, nachdem Heisenberg im Herbst 1941 seinen alten Freund und Ziehvater Bohr im besetzen Kopenhagen besuchte. Was war passiert? Warum war Heisenberg nach Kopenhagen gekommen? Wollte er Bohr für das deutsche Atombombenprogramm gewinnen? Wollte er etwas über das Atomprogramm der Alliierten in Erfahrung bringen? Oder wollte er einfach nur einen alten Freund besuchen? In seinem genau recherchierten Stück lässt Michael Frayn die drei Protagonisten dieses Treffens, Heisenberg, Bohr und dessen Frau Margrethe noch einmal zusammentreffen. Lange nach ihrem Tod hat sie der Autor dazu verurteilt, die »wahren« Umstände dieser Begegnung aus ihrem Gedächtnis heraus zu rekonstruieren. Doch je näher sie einer möglichen Antwort kommen, desto unbestimmter erscheint diese. In immer neuen Anläufen tragen die drei die Schichten ihrer Vergangenheit ab und geraten dabei immer tiefer hinein in einen packenden Kreislauf aus schmerzhaften Erinnerungen, nicht verheilter Wunden und unerwarteter
Wendungen.

Frayns preisgekröntes Theaterstück rund um die Frage nach der moralischen Verantwortung des Wissenschaftlers ist zugleich das faszinierende Psychogramm einer tief verletzten Freundschaft zweier Männer, deren wissenschaftliche Erkenntnisse das physikalische Weltbild des vergangenen Jahrhunderts grundlegend revolutionierte. Von welch beklemmender Aktualität Frayns Stück ist, zeigte nicht zuletzt die Reaktorkatastrophe von Fukushima.

08.07.2011 / Göttingen / Deutsches Theater / Probe " Kopenhagen " / Inszenierung: Mark Zurmühle / Dramaturgie: Lutz Keßler / Künstlerische Mitarbeit: Tadashi Endo / Musik: Rafal Stachowiak / Albrecht Ziepert / Ausstattung: Vera Koch / DT / Besetzung: Florian Eppinger, Andrea Strube, Meinolf Steiner / Foto: Thomas Müller +++ Veröffentlichung ist honorarpflichtig und nur unter Nennung des Autors! Honorar zzgl. 7% Mwst. an: Thomas Müller freier Bildjournalist Dichterweg 13 99425 Weimar Tel: +49 (0) 173 38 03 329 email: info@taikrixel.net KontoNr.: 13 85 01 67 16 BLZ: 820 510 00 SteuerNr. 162 / 251 / 13622

08.07.2011 / Göttingen / Deutsches Theater / Probe " Kopenhagen " / Inszenierung: Mark Zurmühle / Dramaturgie: Lutz Keßler / Künstlerische Mitarbeit: Tadashi Endo / Musik: Rafal Stachowiak / Albrecht Ziepert / Ausstattung: Vera Koch / DT / Besetzung: Florian Eppinger, Andrea Strube, Meinolf Steiner / Foto: Thomas Müller +++ Veröffentlichung ist honorarpflichtig und nur unter Nennung des Autors! Honorar zzgl. 7% Mwst. an: Thomas Müller freier Bildjournalist Dichterweg 13 99425 Weimar Tel: +49 (0) 173 38 03 329 email: info@taikrixel.net KontoNr.: 13 85 01 67 16 BLZ: 820 510 00 SteuerNr. 162 / 251 / 13622

08.07.2011 / Göttingen / Deutsches Theater / Probe " Kopenhagen " / Inszenierung: Mark Zurmühle / Dramaturgie: Lutz Keßler / Künstlerische Mitarbeit: Tadashi Endo / Musik: Rafal Stachowiak / Albrecht Ziepert / Ausstattung: Vera Koch / DT / Besetzung: Florian Eppinger, Andrea Strube, Meinolf Steiner / Foto: Thomas Müller +++ Veröffentlichung ist honorarpflichtig und nur unter Nennung des Autors! Honorar zzgl. 7% Mwst. an: Thomas Müller freier Bildjournalist Dichterweg 13 99425 Weimar Tel: +49 (0) 173 38 03 329 email: info@taikrixel.net KontoNr.: 13 85 01 67 16 BLZ: 820 510 00 SteuerNr. 162 / 251 / 13622
Photos by Thomas Müller

West Side Story

Regie: Mark Zurmühle
Choreographie: Ayman Harper
Musikalische Leitung: Albrecht Ziepert
Ort/Jahr: Deutsches Theater in Göttingen, 2011
Sparte: Musiktheater

54 Jahre nach der Uraufführung der WEST SIDE STORY am Broadway ist die Geschichte von Maria und Tony beinahe so berühmt wie Shakespeares ROMEO UND JULIA, jenem Theaterstück, auf dem das Musical thematisch basiert. 1949 trat der Choreograph Jerome Robbins zum ersten Mal mit der Idee einer modernen Version des Shakespeare-Klassikers an Leonard Bernstein heran: die tragischeLiebesgeschichte, erzählt vor dem Hintergrund zweier New Yorker Familien unterschiedlicher Religion. Doch in den 1950er Jahren rückte ein ganz anderes Thema in den Blickpunkt der New Yorker Bevölkerung, dessen Aktualität für das Romeo-Julia-Vorhaben viel besser geeignet zu sein schien: die Auseinandersetzungen rivalisierender Jugendgangs aus verschiedenen Einwanderergruppen.

Diese Idee gibt inhaltlich und musikalisch den entscheidenden Ausschlag und so erreichen die amerikanischen Einwanderungskonflikte durch die WEST SIDE STORY [1], mit der darin verhandelten Feindschaft zwischen den Jets, selbsternannten »Amerikanern«, und den Sharks, Immigranten aus Puerto Rico [2], die Theaterbühne. Die rebellische und junge Atmosphäre dieser Story durchzieht das ganze Stück und so setzte die Uraufführung 1957 [3] musikalisch, choreographisch und textlich Maßstäbe in der Zusammenführung von klassischen und modernen Elementen und spiegelt beispielhaft eine Gesellschaft wieder, die geprägt ist von vielfältigen kulturellen Strömungen.

Zu Beginn des 21. Jahrhunderts ist die städtische Situation des Fünfziger-Jahre-New Yorks eine globale geworden. Weltweit leben wir in Gesellschaften, deren Selbstverständnis durch das wechselnde Nebeneinander unterschiedlicher Werte und Kulturen immer wieder neu definiert werden muss. Auf die Hoffnungen und Enttäuschungen solcher Gemeinschaften, auf die Utopie, die durchaus in ihnen liegen kann, will die DT-Inszenierung der WEST SIDE STORY ihren Fokus legen.

dt_west side story_4

dt_west side story_9

IMG_7641

IMG_7630
Photos by Isabel Winarsch