Eine Familie


Für Beverly Weston, einen pensionierten Hochschulprofessor, wird es zunehmend mühsamer, die amerikanische Normalität einer glücklichen Familie aufrechtzuerhalten. Frustriert ertränkt er seinen quälenden Alltag im Alkohol. Als er plötzlich verschwindet, trommelt seine krebskranke, tablettensüchtige Ehefrau Violet die gesamte Familie zusammen. Nicht lange, und das Zusammentreffen gerät zur Schlammschlacht, in der Lebenslügen kollabieren und Geheimnisse platzen.
2008 erhielt Letts für sein Stück, das erkennbar von Grössen wie Tennessee Williams oder Eugene O’Neill beeinflusst ist, unter anderem den Pulitzer- Preis. Eine Familie ist ein fesselnder Psychokrieg der Generationen, der sich stets zwischen Tragik und beklemmender Komik bewegt.


Photos by Iko Freese

Director:
Wojtek Klemm
Dramaturg:
Anja Horst
Stage design:
Magdalena Gut
Costume design:
Julia Kornacka
Music:
Albrecht Ziepert

Actors:
Anna Blumer, Anja Tobler, Birgit Bücker, Bruno Riedl, Catriona Guggenbühl, Christian Hettkamp, Diana Dengler, HansJürg Müller, Jessica Cuna, Katrija Lehmann, Marcus Schäfer, Matthias Albold, Oliver Losehand

Premiere:
2nd of June 2017
Theater St. Gallen

 

Bakchen


Mit wenigen Handgriffen schälen Autor Schrott und Regisseur Zurmühle aus dem klassischen Stoff die aktuelle Tragödie hervor. […] Dass diese raffiniert durchdachte Inszenierung zum großen Theater gerät, verdankt sich dem darstellerischen Niveau. Es ist eindrucksvoll, wie Peter Posniak mit dionysischem Charme sein Publikum umgarnt, großartig, wie Georg Melich die Verunsicherung zur Geltung bringt und eine Freude, Arlen Konietz’ Pentheus beim Abwehrkampf gegen die neue Ideologie zu beobachten. Herausragend aber an diesem so wunderbar berührenden Abend ist eine Figur, deren Interpretation sich jeder Beschreibung entzieht. Wenn Sylvana Schneider als Agaue, Mörder ihres Sohnes Pentheus, dessen geschundenen Körper begutachtet und allmählich begreift, was ihm, was ihr, was uns allen geschehen ist: Dann ist das in dieser Tiefe und Intensität eine einzige Katastrophe. Und damit das pure Theaterglück.
Johannes Bruggaier, Südkurier, 20.02.2017

Diese Frauen! Stark sind sie, jede hat einen Namen. Angeführt von Agaues Schwester Ino (eiskalt: Jana Alexia Rödiger), stürmen sie Dionysos nach ins Gebirge, werden zu Mänaden, Bakchen, und rasend tanzen sie zur verzerrten E-Gitarre (Choreografie Efrat Stempler, Musik Albrecht Ziepert). Mark Zurmühle interpretiert die Vorlage aus einer zeitgenössischen Position heraus. Denn die Menschenfänger sind nach wie vor unter uns, diese Halbgötter wie Dionysos. In weißen Kleidern schwebt er vom Schnürboden herab, lässt sich die Gitarre reichen, lässt sich Zeit mit seinem leisen Lied für Agaue (verzückt: Sylvana Schneider). Dieser Blick! Peter Posniak spielt Dioysos als Rockstar, als unschuldigen Verführer, seine Augen lächeln lüstern.
Dieter Langhart, Thurgauer Zeitung / St. Galler Tagblatt, 20.02.2017

Photos by Ilja Mess

Director:
Mark Zurmühle
Dramaturg:
Henrik Kuhlmann
Stage and costume design:
Eleonore Bircher
Choreography:
Efrat Stempler
Choir:
Silke Schneider
Music:
Albrecht Ziepert

Actors:
Andreas Haase, Arlen Konietz, Georg Melich, Jana Alexia Rödiger, Jörg Dathe, Peter Posniak, Sylvana Schneider
Choir:
Alina Stocklöv, Anna Weiss, Eliana Sachpatzidou, Jonna van der Leeden, Julia Jaworek, Lena Günther, Milda Jasiunaite, Veronika Meschenmoser, Waltraud Graulich, Yvonne Flaig

Premiere:
17th of Feb 2017
Theater Konstanz

Heimatfront

A dance performance by MS Schrittmacher

In HEIMATFRONT – Das Desaster lässt grüßen (domestic front – The disaster says hello) MS Schrittmacher puts the question, how long we can ignore the exploiting and martial consequences of our lifestyle in the comfort zone of Europe

Rare earths in smartphones, the cheap shirt from the sweatshop factory, the unfairly traded cup of coffee – our daily lifestyle is based on exploitation and creates conflicts and wars. A fact that we are so clear about until we suppress it. For our comfortable lifestyle we wage a war of wealth whose frontlines are spread all over the globe. But the migration of refugees driven by desperation, the brutal escalation of conflicts throughout the world and the increasing of terrorism in Europe make it more and more difficult for us to look away. The disaster that our affluent societies carried out to the world is returning home to its origin.

How will our view and our actions change when the front of our war of wealth is coming closer and becomes a domestic front? What to do when you face the consequences of your wealthy lifestyle and when the possibility to suppress is almost gone? Three performers name the martial and inhuman aspects of our prosperity. They confront themselves and the audience, avoid the unavoidable and are forced to take action. A musician and a video artist record directly the abstruse fight of the performers and produce sound and video sequences out of it which create again and again new contexts and ludicrous spaces. With their eye for the grotesque in the real MS Schrittmacher put their finger on the wound in this absurd fight for prosperity and dignity.

The war which seems to be the war of the others is coming home and turns the comfort zone into the domestic front.

Heimatfront is part of the project Quo Vadis Bellum

Coproducer Saarländisches Staatstheater
Funded by Fonds Doppelpass der Kulturstiftung des Bundes
Supported von rebeam, DINAMIX, platzhirsch
Mediapartner DIGITAL IN BERLIN

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Photos and Videos by Andreas J. Etter

Choreographer:
Martin Stiefermann
Artistic advisor:
Efrat Stempler
Dramaturg:
Hartmut Schrewe
Stage & Costume Designer:
Anike Sedello
Visuals:
Erato Tzavara
Music:
Albrecht Ziepert

Performer:
Antje Rose, Jorge Morro,
Nicky Vanoppen

Premiere:
19th of Nov. 2016
Theaterdiscounter, Berlin
Performances: 20./22./23. November 2016

http://theaterdiscounter.de

Paradigm Shift

 

Transhumanism: Paradigm Shift ist ein Kooperation zwischen Aliksey Schoettle, der Gründerin der TRONSDANCECOMPANY, und die Crew aus St.Gallen, Schweiz. Das Stück ist die dritte Produktion der Kompanie und der zweite Teil einer Trilogie die mit dem Stück FightFlight begonnen und durch Perspectives: A Prologue erweitert wurde.

 

Choreography:
Aliksey Schoettle
Dance:
Aliksey Schoettle,
Kim Tassia Kreipe
Jack Widdowson
Visuals:
Erato Tzavara
Music:
Albrecht Ziepert

Premiere:
31st October 2016
Grabenhalle St. Gallen

UNmenschenrecht

Im vergangenen Jahr wurden in 122 Ländern Menschen gefoltert oder anderweitig misshandelt obwohl die UN Menschenrechtscharta fast weltweit anerkannt ist. Zum 70-jährigen Jubiläum der Vereinten Nationen stellte Amnesty International die unerbittliche Frage: Ist unser System internationaler Rechtsvorschriften und Institutionen in der Lage, den dringend erforderlichen Schutz der Menschenrechte zu gewährleisten? MS Schrittmacher konfrontiert in einer performativ tänzerischen Soloperformance das Ideal der Menschenrechte mit der Realität. Aus den live eingesprochenen Menschenrechtsartikeln wird ein Soundtrack generiert, der wechselseitig mit Bewegungen eines Tänzers Inhalte zu Geräuschen transformiert. In Textfragmentierungen und Loops verfangen sich neue Bedeutungen und bilden sich andere Ordnungen, die dazu auffordern, das humanistische Ideal des Menschenrechts mit Leben zu füllen.

UNmenschenrecht is part of the project Quo Vadis Bellum

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Photos and Videos by Andreas J. Etter

Choreographer:
Martin Stiefermann
Dramaturg:
Hartmut Schrewe
Performer:
Jorge Morro
Music:
Albrecht Ziepert

Performances :
22nd & 26th of October 2016
Monologfestival at Theaterdiscounter Berlin

www.theaterdiscounter.de/stuecke/unmenschenrecht

Moja mama leczy się u dr. Oetkera

Opowieść o zwyczajnym szaleństwie? Groteska na temat depresji? Przygotowywany specjalnie dla Teatru Współczesnego tekst pilgrima/ majewskiego będzie próbą podjęcia ważnego tematu – choroby psychicznej, problemu często ukrywanego lub bagatelizowanego. Zarówno wcześniejsze prace cenionego autora, jak i zaskakujący tytuł, pomimo ważkości i powagi tematu, obiecują mniej tragedii, a więcej… terapii śmiechem.

Meine Mutter behandelt mit Dr. Oetker

Eine Geschichte von gewöhnlichem Wahnsinn? Grotesk über Depressionen? Der speziell für das Współczesny-Theater erstellte Text von Sebastian Majewski ist ein Versuch, ein wichtiges Thema aufzugreifen – eine Geisteskrankheit, ein Problem, das oft verborgen oder heruntergespielt wird. Sowohl die früheren Arbeiten des renommierten Autors als auch der überraschende Titel versprechen trotz der Wichtigkeit und Ernsthaftigkeit des Themas weniger Tragödie und mehr … Lachtherapie.

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Photos by Piotr Nykowski

Author:
Sebastian Majewski

Director:
Wojtek Klemm
Stage design:
Magdalena Gut
Costume design:
Julia Kornacka
Choregoraphy:
Efrat Stempler
Music:
Albrecht Ziepert

Actors:
Arkadiusz Buszko, Barbara Lewandowska, Jacek Piątkowski, Maria Dąbrowska, Michał Lewandowski, Robert Gondek, Wojciech Sandach

Premiere:
28th of May 2016
Teatr Współczesny

Ona

Ein Körper im Raum. Schreitet. Gleitet. Schwingt. Wippt. Geht. Schlendert. Rennt. Verrenkt sich. Rhythmus und Rhythmik. Alles eine Theorie? Was hat das mit mir zu tun. Wie sieht es aus. Heute. Wenn Ich das tue. Wenn Ich mich ausziehe. Mein Körper. Einzeln. Zu zweit. Zu dritt. Geschichte im Nacken. Geschrieben im Körper. Menschen. Lauter Koordinaten. Linien. Chaos. Schwingt. Schlendert und rennt. Der Körper vibriert. Ona – dazwischen.

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Photos by Apasz

Concept:
Efrat Stempler &
Wojtek Klemm
Performer:
Johanna Lemke,
Efrat Stempler
Music:
Albrecht Ziepert
Lights:
Asier Solana
Costumes:
Patkas

Premiere :
6th of November 2015
Festival POST- Ausdruckstanz in Israel, Deutschland und im Butoh at DOCK11 Berlin

Produced by festival POST & DOCK11 with support of Hauptstadtkulturfond and 50 Jahre Deutschland Israel

Move

an interactive sound installation

In this interactive sound installation, visitors control the music by its spatial position and body movement. Every spot is assigned to a specific sound via video camera. The visitors decide for themselves what kind of sound they “activate” and in what combination they put this with other sounds. Thus, everybody creates its own individual performance of movement and music.

Installation, Sound Design:
Albrecht Ziepert
Video Motion Sensing:
Frieder Weiss

4th – 15th of Nov. 2015
Festival POST- Ausdruckstanz in Israel, Deutschland und im Butoh at DOCK11 Berlin

22th – 23th of Jan. 2016
Athens Video Dance Project

AusdruckMobil

eine Installation von MS Schrittmacher über die Emigration und Flucht deutscher AusdruckstänzerInnen.

Ein Bastei–Wohnwagen – das Ausdruck-Mobil – macht „Ausdruck“ und „Mobilität“ in seinen mehrfachen Bedeutungen erfahrbar, und lädt die BesucherInnen dazu ein, sich selbst auf eine Spurensuche zu begeben. Informationen, Tanzvideos und weitere Materialien, sowie eine beratende Begleitperson bieten die Möglichkeit eines weiterführenden Einblicks in die Welt des deutschen Ausdrucktanzes.

Installation, research,
choreography
:

Martin Stiefermann
Dance:
Brit Rodemund, Efrat Stempler, Johanna Lemke
Sound Design:
Albrecht Ziepert
Video:
Willi Neumann
Digital ilustration:
Carolin Schultz
Assistance:
Antje Maria Lossin,
Alisa Beckstein

4th – 15th of November 2015
Festival POST- Ausdruckstanz in Israel, Deutschland und im Butoh at DOCK11 Berlin

Dank an das Archiv der Akademie der Künste, Deutsches Tanzarchiv Köln, Tanzarchiv Leipzig und DOCK11. Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds, unterstützt von 50 Jahre Deutschland Israel

www.msschrittmacher.de/ausdruck-mobil

Places & Traces

Die Krise lebt. Auch oder vielleicht gerade in der Mitte Berlins. Orte wie die Staatsoper, die Schuldenuhr oder das Stadtschloss sprechen eine deutliche Sprache. Bei anderen, alltäglicheren Orten bedarf es eines Blicks hinter die Kulissen.

MS SCHRITTMACHER laden Berlin und seine Besucher mit PLACES & TRACES ein zu einer Rikscha Krisen Ralley kreuz und quer durch Berlins Mitte. Die PerformancekünstlerInnen des Projekts radeln den Rikscha-Gast von Krisenort zu Krisenort. Sie füttern ihn mit Fakten und präsentieren an jeder der acht Stationen ein Performancevideo, das hinter die Kulissen blickt. Das die Spuren, die der Ort oder die Krise an dem Ort hinterlässt, aufspürt. Ein Blick, ein Kommentar, der das Wissen um diesen Ort vollständiger macht.

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Places-&-Traces-photo-courtesy-of-MS-Schrittmacher

Concept, choreography:
Martin Stiefermann,
Efrat Stempler
Script, dramaturgy:
Hartmut Schrewe
Sound design:
Albrecht Ziepert
Video edit:
Willi Neumann,
Andreas J. Etter
Camera:
Birgit Handke, Mario Kraus, Willi Neumann,
Andreas J. Etter, Fabio Stoll

Performer:
Antje Rose, Brit Rodemund, Jessica Kammer-Georg, Jorge Morro, Nicky Vanoppen, Efrat Stempler, Carolin Meyer, Frederike Bliese, Effi Rabsilber, Martin Stiefermann, Johanna Lemke, Andreas Ühlein

Eine Produktion der ➔MS Schrittmacher Gefördert vom Regierenden Bürgermeister von Berlin und unterstützt von DINAMIX; DOCK11 EDEN***** und Berlin Rikscha Tours Publikumsgespräche in Zusammenarbeit mit Theaterscoutings Berlin

www.msschrittmacher.de/places-traces